Weltpolitik

Tausende bei Gay-Pride-Parade in Kiew

Unter starkem Polizeischutz haben in Kiew am Sonntag rund 2.500 Menschen für die Gleichberechtigung von Homosexuellen demonstriert. Etwa hundert ukrainische Nationalisten versuchten sich der Gay-Pride-Parade in den Weg zu stellen und verbrannten eine Regenbogenfahne, das internationale Symbol der Schwulen und Lesben.

Gro§aufgebot von 5.000 Polizisten war im Einsatz.  SN/APA (AFP)/GENYA SAVILOV
Gro§aufgebot von 5.000 Polizisten war im Einsatz.

Nach Angaben der Polizei wurden zwei Sicherheitskräfte leicht verletzt, als Nationalisten versuchten, eine Absperrung zu durchbrechen. Sechs Menschen wurden festgenommen.

Unter den Teilnehmern der Parade war auch die britische Botschafterin in der Ukraine, Judith Gough. Sie schrieb auf Twitter, es habe eine "nette Partyatmosphäre" geherrscht. Ein Großaufgebot von 5.000 Polizisten schirmte die Demonstration gegen Protestierende ab.

Homophobie ist in der Ukraine weit verbreitet. "Ich bin überzeugt, dass Homosexualität falsch ist", sagte Irina, eine der Gegendemonstranten. Die Studentin ergänzte: "Es ist eine Sünde und kann unser Land moralisch zerstören."

Die pro-europäische Regierung der Ukraine stellte sich hinter die Veranstalter der Gay Pride. In Kiew hatte die Parade im vergangenen Jahr zum ersten Mal stattgefunden.

Quelle: Apa/Ag.

Aufgerufen am 17.10.2018 um 07:11 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/tausende-bei-gay-pride-parade-in-kiew-12364261

Schlagzeilen