Weltpolitik

"Terroristen geht es um möglichst spektakuläre Anschläge"

Die Polizei ermittelt die Hintergründe des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt. Die Tat ähnelt den Anleitungen des sogenannten "Islamischen Staates".

Anschlag mit Lkw auf Berliner Weihnachtsmarkt. SN/afp
Anschlag mit Lkw auf Berliner Weihnachtsmarkt.

Die Tat in Berlin ähnelt in erschreckender Weise den Anleitungen des "Islamischen Staates" (IS). Auch die deutsche Bundesstaatsanwaltschaft sieht das so und geht deshalb von einem Anschlag aus, obwohl noch Unklarheit über Motiv und Täter herrscht.

Der mittlerweile getötete IS-Sprecher Abu Mohammed al Adnani sprach bereits 2014 davon, dass Dschihadisten Menschen in den verhassten "Kreuzritterländern" auch mit einem Auto überfahren könnten. So veröffentlichten die Dschihadisten im November in ihrem Magazin "Rumiyah" einen dreiseitigen Artikel mit genauen Anweisungen, wie Täter ein solches Attentat verüben sollen. Darin stand, dass das Fahrzeug möglichst schwer und groß sein sollte. Wichtig sei auch eine ausreichende Geschwindigkeit. Geeignete Ziele seien Märkte, Festivals, Paraden oder politische Versammlungen. "Es ist daher zu befürchten, dass wir Bilder wie die aus Berlin noch öfter sehen werden", erklärt Nicolas Stockhammer, Terrorismusexperte von der Universität Wien. Immerhin gehe es Terroristen darum, möglichst spektakuläre Attentate zu begehen.

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