Weltpolitik

Tote bei Angriff auf christliche Dörfer in Nigeria

Bei Stammeskonflikten im Nordwesten Nigerias sind 23 Menschen getötet und etwa 50 andere Personen verletzt worden. Mehr als 100 bewaffnete und schwarz gekleidete Männer seien in die Dörfer eingedrungen.

Tote bei Angriff auf christliche Dörfer in Nigeria SN/apa (archiv/epa)
Zahlreiche Angriffe auf Christen in Nigeria.

In der Region Jos wurden in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Zusammenstößen und Überfällen von Muslimen und Christen Tausende Menschen getötet. Die Konflikte im Zentrum Nigerias haben nach Aussage von Religionsvertretern nicht vordringlich religiöse Ursachen. Vielfach bildeten auch konkrete soziale und wirtschaftliche Motive oder auch politische Manipulationen den Hintergrund für die Bluttaten.

In Nigeria sind Christen in der Vergangenheit immer wieder Opfer von Angriffen geworden. Zu einer Mehrzahl der Anschläge bekannte sich die Gruppe "Boko Haram" (übersetzt etwa "Westliche Bildung ist Sünde"), die in dem Land einen islamischen Gottesstaat errichten will.

Nigeria ist mit rund 155 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat Afrikas. Über die Hälfte der Einwohner bekennt sich zum Islam; der Anteil der Christen in Nigeria wird mit 40, teils mit rund 48 Prozent angegeben. Vor allem der Norden ist fast ausschließlich islamisch, der Süden vorwiegend christlich geprägt.

Quelle: Apa/Dpa

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