Weltpolitik

Tote bei Anschlag im nordsyrischen Raqqa

Bei einem Autobombenanschlag im nordsyrischen Raqqa sind laut Aktivisten mindestens zehn Menschen getötet worden. Fünf Zivilisten und fünf Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) seien am Samstag ums Leben gekommen, als auf einem Platz in der früheren Hauptstadt der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ein Selbstmordattentäter sein Fahrzeug in einen SDF-Posten gesteuert habe.

20 weitere Menschen seien bei dem Anschlag, zu dem sich zunächst niemand bekannte, verletzt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Abend mit. Die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort. Für Medien sind diese meist nicht zu überprüfen. Zuvor war den Angaben zufolge bereits in einem anderen Viertel Raqqas eine Bombe explodiert, dabei seien mehrere Menschen verletzt worden.

Die Stadt am Euphrat war im Oktober 2017 nach monatelanger Belagerung von der kurdisch-arabischen SDF-Allianz erobert worden. In der Stadt und der Umgebung gibt es jedoch weiter IS-Schläferzellen, die immer wieder Angriffe verüben. Erst im April waren bei einem IS-Anschlag auf einen SDF-Posten in Raqqa 13 Menschen getötet worden.

Quelle: Apa/Ag.

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