Weltpolitik

Tote bei Anschlag in Moschee in Südwestpakistan

Bei einem Anschlag in einer Moschee sind in der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan am Freitag mindestens zwei Menschen getötet worden. Mindestens 20 weitere Personen seien verletzt worden, sagten Vertreter der Polizei und eines Krankenhauses. Die Explosion ereignete sich laut Polizei rund eine halbe Stunde vor Beginn des Freitagsgebetes in einer Moschee in der Provinzhauptstadt Quetta.

Explosion rund halbe Stunde vor Beginn des Freitagsgebetes SN/APA (AFP)/BANARAS KHAN
Explosion rund halbe Stunde vor Beginn des Freitagsgebetes

Die Polizei hatte zunächst angegeben, die Bombe sei in der Nähe der Moschee detoniert. Üblicherweise besuchen mehr als 5.000 Menschen die Moschee in einem der am engsten besiedelten Gebiete der Stadt am Freitag, sagte der Polizeibeamte Iftikhar Ahmed. "Es wäre desaströs gewesen, wenn die Bombe während des Gebets hochgegangen wäre." Der Vorbeter der Moschee sei unter den Getöteten. Es sei allerdings noch nicht klar, ob er Ziel des Angriffs war.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. In der Vergangenheit hatten pakistanische Taliban sowie die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) Angriffe auf Gebetsstätten in der Provinz für sich reklamiert. Baluchistan grenzt an Afghanistan und den Iran und gilt als Unruheprovinz Pakistans. Taliban sind dort aktiv, sunnitische Extremisten verüben Anschläge auf schiitische Muslime.

Quelle: Apa/Dpa

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