Weltpolitik

Tote bei schiitischem Trauerfest in Nigeria

Bei muslimischen Feierlichkeiten in Nigeria sollen nach Angaben der schiitischen Gemeinschaft mindestens 22 Menschen getötet worden sein. An mehreren Orten endeten Prozessionen anlässlich des Ashura-Festes am Mittwoch in Gewalt, wie örtliche Medien und die schiitische Gemeinschaft mitteilten. Die Gläubigen sollen von der Polizei und von Mobs angegriffen worden sein.

Mehrere Glaubenszentren wurden angezündet. Die Polizei berichtete zunächst von vier Toten.

In Funtua etwa 270 Kilometer nördlich der Hauptstadt Abuja seien 15 Menschen getötet worden, in der Stadt Kaduna sechs, sagte der Sprecher der schiitischen Islamischen Bewegung Nigeria (IMN), Ibrahim Musa am Donnerstag. Die Polizei hingegen sprach von drei Toten in Funtua und machte für Kaduna zunächst keine Angaben. Sie bestätigte den gewaltsamen Tod eines Schiiten in Sokoto im Norden

Etwa die Hälfte der rund 180 Millionen Nigerianer sind Muslime. Schiiten gelten als moderat und stellen eine Minderheit der muslimischen Bevölkerung. Ashura ist für Schiiten ein wichtiger Feiertag, an dem sie um den Tod des Enkels des Propheten Mohammed trauern. Die Beziehung zwischen Schiiten und der Regierung ist angespannt.

Quelle: Apa/Dpa

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