Weltpolitik

Toter bei Protesten gegen hohe Spritpreise in Mexiko

Bei landesweiten Protesten in Mexiko gegen die Erhöhung der Benzinpreise ist Medienberichten zufolge mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Im Süden des Staates Veracruz, in der Gemeinde Agua Dulce, wurde ein Mensch während der Proteste überfahren und starb, wie die Zeitung "Milenio" am Freitag unter Berufung auf die Behörden berichtete.

Plünderungen als Zeichen des Protests in Veracruz.  SN/APA (AFP)
Plünderungen als Zeichen des Protests in Veracruz.

Außerdem seien zwei Leichen in der Nähe geplünderter Geschäfte in Veracruz gefunden worden. Ob dies in Zusammenhang mit den Protesten stand, war zunächst nicht klar.

Die Polizei kämpft seit Sonntag gegen Krawalle und Plünderungen an. Mindestens 370 Geschäfte seien geplündert worden, berichtete "Milenio". Mehrere hundert Menschen wurden festgenommen.

Seit der Erhöhung der Benzinpreise am Sonntag um bis zu 20 Prozent wird überall im Land protestiert. Es kam zu zahlreichen Plünderungen und Ausschreitungen, Straßensperren wurden errichtet. Tausende Geschäfte blieben aus Angst vor Diebstahl geschlossen. Für diesen Sonntag werden weitere landesweite Proteste und eine Demonstration in Mexiko-Stadt erwartet.

Der Preisanstieg erfolgt im Rahmen der von der mexikanischen Regierung vorangetriebenen Liberalisierung der Treibstoffpreise, die sich folglich den internationalen Schwankungen des Erdölpreises anpassen. In Mexiko war jahrzehntelang der Benzinpreis von der Regierung weit unter den Marktpreisen festgelegt worden.

Quelle: Apa/Dpa

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