Weltpolitik

Trauerfeier für Nowitschok-Opfer in Salisbury

Zahlreiche Briten haben am Montag auf einer Trauerfeier in Salisbury von einer an dem Nervengift Nowitschok gestorbenen Frau Abschied genommen. Sie hatte mit ihrem Freund ein Fläschchen mit dem Kampfstoff gefunden und es offenbar für Parfüm gehalten. Die dreifache Mutter starb acht Tage später im Krankenhaus.

Die 44-Jährige und ihr Freund waren schwer krank in die Klinik gebracht worden. Der Mann überlebte, ist aber gesundheitlich angeschlagen. Er war beim Abschied von der Frau in der Kapelle des Krematoriums im südenglischen Salisbury dabei.

Die Ermittler glauben, dass der Fall mit dem Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal (67) und dessen Tochter Julia (33) zusammenhängt. Sie waren Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank in Salisbury entdeckt worden und entkamen nur knapp dem Tod. Sie leben inzwischen an einem unbekannten Ort.

London machte Moskau für den Anschlag verantwortlich, was zur einer massiven diplomatischen Krise führte. Nowitschok wurde in der früheren Sowjetunion entwickelt, später experimentierten aber auch andere Länder mit dem Kampfstoff. Der Kreml wies die Vorwürfe zurück.

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