Weltpolitik

Trump lobt Putin für Verzicht auf Gegenmaßnahmen

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin dafür gepriesen, dass er nach den neuen US-Sanktionen vorerst auf Gegenmaßnahmen verzichtet. Das sei ein großartiger Zug, schrieb der designierte US-Präsident am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter. "Ich habe immer gewusst, dass er sehr klug ist."

 SN/afp

In einer am Freitag in Moskau veröffentlichten Stellungnahme machte Putin klar, dass er für die Gestaltung des Verhältnisses zu den USA nur noch die Russland-Politik des künftigen US-Präsidenten Donald Trump für maßgeblich erachte. Sein Außenminister Sergej Lawrow hatte kurz zuvor die Ausweisung von 35 US-Diplomaten empfohlen.

Putin betonte in einer Stellungnahme zwar, dass sich Russland das "Recht auf Vergeltungsmaßnahmen" vorbehalte. Er fügte aber hinzu: "Unsere nächsten Schritte bei der Wiederherstellung der US-russischen Beziehungen werden wir auf Grundlage der Politik der Regierung von Präsident Donald Trump planen."

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte am Donnerstag mit ungewöhnlich harten Sanktionen auf angebliche Hackerangriffe während des US-Präsidentschaftswahlkampfes reagiert. Die Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen die russischen Geheimdienste GRU und FSB sowie gegen mehrere Unternehmen. Zudem wurden 35 russische Diplomaten des Landes verwiesen.

In Washington fand Obamas Sanktionsankündigung auch bei Vertretern von Trumps Republikanern Beifall. Der Chef des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, bezeichnete sie als "überfällig". Die republikanischen Senatoren John McCain und Lindsay Graham kündigten an, im Kongress auf noch schärfere Sanktionen gegen Moskau zu drängen. Die von Trump anvisierte Wende im Verhältnis zu Moskau könnte ihn in Konflikt mit den russlandkritischen Außenexperten seiner Partei bringen.

(Apa/Dpa)

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