Weltpolitik

Trump spielt Foto mit deutscher Kanzlerin runter

Die angespannte Stimmung auf einem Foto mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G-7-Gipfel in Kanada spiegelt nach den Worten des US-Präsidenten nicht die wirkliche Atmosphäre wider. "Ich weiß, dass es unfreundlich aussah", sagte Donald Trump am Dienstag. "Aber wir redeten gerade über etwas, das nichts mit dem Gipfel zu tun hatte."

Ein Foto sagt mehr als 1.000 Worte SN/APA (AFP)/JESCO DENZEL
Ein Foto sagt mehr als 1.000 Worte

Als die Aufnahme von dem Fotografen des deutschen Bundespresseamts gemacht wurde, hätten sie gerade auf Gipfeldokumente gewartet, die auf Wunsch der USA geändert worden seien, sagte Trump. Auf dem Bild sitzt Trump fast trotzig mit verschränkten Armen, während sich Merkel stehend auf einen Tisch stützt und ernst mit ihm redet. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe und US-Berater wie John Bolton stehen daneben und schauen Merkel an. "Ich habe eine gute Beziehung mit Angela Merkel", betonte Trump.

Das starke Foto war zum Sinnbild für die Differenzen auf dem Gipfel geworden. Es gab danach noch einen Eklat, weil Trump nach seiner verfrühten Abreise von Kanada nach Singapur im Flugzeug aus Verärgerung über Äußerungen des kanadischen Premiers Justin Trudeau im Handelsstreit seine Zustimmung zu der hart errungenen gemeinsamen Erklärung einfach wieder zurückgezogen hatte.

Trump beklagte sich auf der Pressekonferenz in Singapur noch, dass die Europäer nicht genug für das Verteidigungsbündnis der NATO bezahlten, während die USA den größten Anteil der Kosten trügen. Und dann nutzten die Europäer die US-Amerikaner auch noch im Handel aus.

Quelle: Apa/Dpa

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