Trump versinkt immer tieferim Sumpf

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Standpunkt Martin Stricker

Selbst wenn nur ein Teil der Zitate, Beschreibungen und Berichte stimmt, die zuletzt in angesehenen Publikationen wie dem "Atlantic"-Magazin oder dem "New Yorker" erschienen sind, haben die USA mit Donald Trump den dümmsten und verrücktesten Präsidenten aller Zeiten. Das zumindest scheint durchgängige Meinung seiner Berater, Minister, Diplomaten und Bekannten zu sein.

Der jüngste Skandal um ein demnächst erscheinendes Trump-Enthüllungsbuch ist der nächste Akt im Drama, obgleich ein vielleicht entscheidender. Die Hauptrolle dabei spielt Steve Bannon, Trumps Wahlkampfmanager und ehemaliger Politikberater. Das berüchtigte Treffen von Trump jun. und Schwiegersohn Jared Kushner mit russischen Regierungsvertretern mitten im Wahlkampf sei "Verrat" und "unpatriotisch" gewesen, so wird Bannon in dem Buch zitiert. Man hätte sofort das FBI rufen sollen und er, Bannon, sei außerdem überzeugt, dass die Russen - sie boten belastendes Material über Hillary Clinton an - auch zu Donald Trump selbst geführt worden seien.

Das wird FBI-Sonderermittler Robert Mueller äußerst interessieren. Anzunehmen, dass er Bannon zur Aussage vorladen wird. Ausgerechnet Bannon, Galionsfigur der US-Rechten und Inbegriff des Trump-World-Insiders, stärkt den Verdacht, dass der jetzige Präsident und sein Team mit Moskau kollaboriert haben, um die Wahl zu gewinnen. Es ist ein ungeheurer Verdacht, der, sollte er sich bestätigen, Trumps Präsidentschaft gefährdet.

Aufgerufen am 20.08.2018 um 02:46 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/trump-versinkt-immer-tieferim-sumpf-22541170

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