Weltpolitik

Trump verspricht Steuersenkungen und 25 Millionen neue Jobs

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat am Samstag sein Programm für die ersten hundert Tage im Weißen Haus vorgestellt. Im Fall seines Wahlsiegs werde er die Steuern für die Mittelklasse senken, Freihandelsverträge auf den Prüfstand stellen und die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama kippen, sagte der Immobilienmogul bei einer Rede in Gettysburg.

Trump verspricht Steuersenkungen und 25 Millionen neue Jobs SN/APA (AFP)/Mark Makela
Trump legt Plan für mögliche ersten 100 Tage im Weißen Haus vor.

Außerdem versprach er, innerhalb eines Jahrzehnts 25 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen und härter gegen die illegale Einwanderung in die USA vorzugehen. Überraschende Ankündigungen machte Trump in seiner 45-minütigen Rede nicht. Das NAFTA-Abkommen mit Mexiko und Kanada wolle er neu verhandeln und das Pazifik-Freihandelsabkommen TPP werde er aufkündigen, sagte er. Die Vereinbarungen sind aus seiner Sicht für den Niedergang der US-Industrie und massiven Arbeitsplatzverlust verantwortlich.

Für den Fall seines Wahlsiegs will Trump die US-Medien schwächen. Sie stellten eine Machtstruktur dar und arbeiteten sowohl gegen ihn als auch gegen die Wähler. Er würde dem Telekomkonzern AT&T nicht gestatten, den Konzern Time Warner und damit CNN zu kaufen. Dann liege zu viel Macht in den Händen von zu wenigen. Trump will zudem die Übernahme von NBC Universal durch Comcast 2013 rückgängig machen. "Geschäfte wie diese zerstören die Demokratie", sagte Trump vor seinen Anhängern.

Trump warf den Medien wiederholt vor, unfair über ihn und seinen Wahlkampf zu berichten, um seine Rivalin Hillary Clinton von den Demokraten zu unterstützen.

Als US-Präsident will Trump außerdem die Amtszeiten von Kongressmitgliedern beschränken. "Ein Wandel kann nur von außerhalb unseres kaputten Systems kommen", sagte der 70-Jährige. Er werde den "Sumpf in Washington" trockenlegen und mit einer "neuen Regierung des Volkes" ersetzen. Seine Konkurrentin Hillary Clinton wolle diesen Wandel verhindern, sagte Trump.

Der Rechtspopulist setzte sich erneut gegen Vorwürfe mehrerer Frauen zur Wehr, er habe sie sexuell belästigt. "Diese Vorfälle sind nie geschehen", sagte er. Er bezeichnete die Frauen als "Lügnerinnen" und kündigte an, sie nach der Wahl zu verklagen. Zudem bekräftigte er seine Bedenken wegen angeblicher Wahlmanipulationen und beschuldigte die Medien, für seine sinkenden Umfragewerte verantwortlich zu sein. Zweieinhalb Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 8. November liegt Clinton in Umfragen im Schnitt sechs Prozent vor ihrem republikanischen Rivalen.

Quelle: Apa/Dpa

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