Weltpolitik

Trump verurteilt "alle Arten von Rassismus und Gewalt"

Ein Jahr nach den tödlichen Ausschreitungen bei einem rechtsradikalen Aufmarsch in der US-Stadt Charlottesville hat US-Präsident Donald Trump betont, er verurteile "alle Arten von Rassismus und Gewalt". "Wir müssen als Nation zusammenstehen", schrieb Trump am Samstag auf Twitter. "Die Unruhen in Charlottesville vor einem Jahr führten zu sinnlosem Tod und Spaltung", so Trump.

Donald Trump. SN/APA/AFP/JIM WATSON
Donald Trump.

Bei einem Neonazi-Aufmarsch in Charlottesville am 12. August vergangenen Jahres war eine Gegendemonstrantin getötet worden, als ein Neonazi sein Auto in die Menge steuerte. Der Vorfall sorgte international für Schlagzeilen - auch, weil Trump in der Folge das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von "Gewalt auf vielen Seiten" sprach.

Erst nach zwei Tagen hatte Trump damals die Gewalt rechtsextremer Gruppen als "abstoßend" verurteilt, war dann aber wieder zu seiner vorherigen Rhetorik zurückgekehrt und hatte betont, auch unter den Rechtsextremisten seien "sehr gute Leute" gewesen. Von rassistischen Gruppen wie dem Ku Klux Klan wurde der Präsident seinerzeit für sein Verhalten gefeiert.

Zum Jahrestag ist für diesen Sonntag eine Demonstration unter dem Motto "Vereint die Rechte 2" nahe dem Weißen Haus in Washington angekündigt. Die Demonstration war in Charlottesville beantragt, aber nicht genehmigt worden. In Washington wurde sie unter Verweis auf die Versammlungs- und Meinungsfreiheit erlaubt. Die Demonstration ist in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses geplant. Gegendemonstranten haben für Sonntag zur "Massenmobilisierung" gegen die Rechtsextremisten in Washington aufgerufen.

Aus der Genehmigung des National Park Service geht hervor, dass die Veranstalter von "Vereint die Rechte 2" mit bis zu 400 Teilnehmern rechnen. Auf der Rednerliste stehen unter anderem der Antisemit Patrick Little und David Duke, der einst ein führendes Mitglied des Ku Klux Klan war. Ab 17.00 Uhr (Ortszeit/23.00 Uhr MESZ) ist ein rechter Marsch zum Lafayette-Platz vor dem Weißen Haus geplant. Dort ist dann eine zweistündige Demonstration vorgesehen.

Quelle: Apa/Ag.

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