Weltpolitik

Trump will laut Insidern keinen Krieg mit dem Iran

US-Präsident Donald Trump will Insidern zufolge keinen Krieg mit dem Iran. Er habe seinem nationalen Sicherheitsteam und Beratern gesagt, dass er eine Eskalation in dem Konflikt mit dem Iran hin zu einer militärischen Auseinandersetzung vermeiden wolle, sagten US-Regierungsvertreter. "Er will nicht in den Krieg ziehen. So ist er nicht", sagte einer von ihnen.

"Hope not", sagte Trump auf die Frage nach möglichem Krieg SN/APA (AFP)/MANDEL NGAN
"Hope not", sagte Trump auf die Frage nach möglichem Krieg

Trump habe aber ebenfalls klar gemacht, dass er die Interessen der USA in der Region wahren werde. Trump selbst sagte am Donnerstag auf die Frage von Journalisten, ob die USA in einen Krieg mit dem Iran ziehen würden: "Hoffe nicht."

Angesichts der wachsenden Sorge vor einem Krieg im Nahen Osten bemüht sich der Iran, eine weitere Zuspitzung zu vermeiden. Sein Land übe maximale Zurückhaltung, obwohl die USA vor einem Jahr aus dem Atomabkommen ausgestiegen seien, sagte Außenminister Mohammad Javad Zarif am Donnerstag in Tokio.

Bei einem Besuch in Peking forderte Zarif am Freitag von China, Russland und anderen "Freunden" "konkrete Taten" zur Rettung des Abkommens. Die Staatengemeinschaft und die Unterzeichner müssten "mit konkreten Taten dafür sorgen, dass die Iraner von den Vorteilen profitieren". Zarif befindet sich derzeit auf einer Reise durch Asien, um nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen von 2015 und der Verhängung scharfer Handelssanktionen gegen sein Land über Wege zu diskutieren, wie der Iran seine Ölexporte aufrechterhalten kann. Nach Indien und Japan traf Zarif nun in China ein, das zu den Hauptimporteuren iranischen Erdöls gehört.

Zuletzt hatten sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran durch Anschläge auf Öltanker und Ölanlagen in der Golf-Region verschärft, hinter denen der Iran oder seine Partner vermutet werden. Trump ließ US-Kriegsschiffe und Bomber in die Region verlegen. Seit dem Ausstieg aus dem Atomabkommen vergangenes Jahr hat Trump neue Sanktionen verhängt, um ein stärkeres Entgegenkommen der Islamischen Republik zu erzwingen.

China stellte sich demonstrativ auf die Seite der Islamischen Republik. "China lehnt entschieden die von den USA erlassenen unilateralen Sanktionen ab", erklärte Chinas Außenminister Wang Yi am Freitag anlässlich eines Treffens mit seinen iranischen Kollegen Mohammad Javad Zarif in Peking.

China unterstütze Iran bei der Wahrnehmung seiner Rechte und legitimen Interessen. Auch Chinas Beziehungen zu den USA sind wegen des Handelsstreits angespannt.

Quelle: Apa/Ag.

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