Weltpolitik

Trump wirft Medien Verschweigen von Terroranschlägen vor

US-Präsident Donald Trump hat die Medien erneut vehement attackiert. Bei einem Besuch des Zentralkommandos der US-Streitkräfte im Bundesstaat Florida behauptete Trump am Montag, quer durch Europa gebe es Terroranschläge, doch die "sehr, sehr unehrliche Presse" wolle über bestimmte Anschläge nicht berichten.

Salutiert! US-Präsident Donald Trump besucht Florida. SN/AP
Salutiert! US-Präsident Donald Trump besucht Florida.

Welche Anschläge dies sein sollen und was es für Gründe für das vermeintliche Verschweigen gebe, sagte er nicht. "Sie haben ihre Gründe", fügte Trump bei der Visite des Kommandos nur vage hinzu. Das Zentralkommando steuert die US-Militäroperationen im Nahen Osten und Zentralasien.

Später veröffentlichte das Weiße Haus jedoch eine Liste mit 78 Vorfällen, bei denen es sich um angebliche und angeblich von den Medien verschwiegene Terroranschläge handeln soll. Die Liste enthält aber auch (unter anderem) den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, der weltweite mediale Berichterstattung nach sich zog.

Der US-Präsident versprach in seiner Rede außerdem erneut, dass die USA und ihre Verbündeten die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) "besiegen" würden. "Wir werden den radikalen islamischen Terrorismus besiegen. Und wir werden nicht zulassen, dass er in unserem Land Wurzeln schlägt", sagte Trump lediglich.

Erneut gab er aber keine Auskunft über seine Strategie für den Kampf gegen den IS.

Trump versicherte zudem erneut, dass er die NATO "stark" unterstütze. Er wolle nur, dass die Partner ihren "vollen und angemessenen Finanzbeitrag" leisteten, was viele bisher nicht täten. Ähnlich hatte sich der US-Präsident nach offiziellen Angaben bereits am Wochenende in einem Telefonat mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg geäußert.

Trump bekundete dabei laut Weißem Haus seine "starke Unterstützung für die NATO". Zudem sei es darum gegangen, wie die Partner dazu "ermutigt" werden könnten, ihre finanziellen Bündnisbeiträge zu erfüllen. Ferner wurde angekündigt, dass Trump am NATO-Gipfel Ende Mai in Brüssel teilnehmen will.

Seit Jahren ist es Ziel der Allianz, dass ihre Mitgliedstaaten zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in den Verteidigungsetat stecken. Diese Vorgabe erfüllen bisher nur vier europäische NATO-Staaten. In Deutschland liegt der Anteil bei knapp 1,2 Prozent.

Quelle: Apa/Ag.

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