Weltpolitik

Türkei flog erstmals seit Putschversuch Angriffe im Nordirak

Erstmals seit der Niederschlagung des Putsches in der Türkei sind die Streitkräfte wieder Luftangriffe auf Ziele der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak geflogen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi meldete am Mittwoch, bei den Luftschlägen am Vorabend seien "20 Terroristen neutralisiert" worden.

Seit dem Putschversuch vom Freitagabend sind mehr als 6.000 Soldaten festgenommen worden, unter ihnen mehr als 100 Generäle.

Das entspricht in etwa einem Drittel aller Generäle in den türkischen Streitkräften. Der Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, hatte am Dienstag dennoch betont, die Festnahmen hätten keine Auswirkungen auf die Schlagkraft der Armee.

Unter den Festgenommenen sind die Kommandanten der Zweiten und der Dritten Heeresarmee, in deren Bereich der Kampf gegen die PKK vor allem fällt. Eine Waffenruhe war vor einem Jahr kollabiert. Die Armee begann danach eine Offensive gegen die PKK im Südosten der Türkei. Die Luftwaffe bombardiert außerdem regelmäßig Stellungen der PKK im Nordirak, wo die Organisation ihr Hauptquartier hat.

Quelle: Apa/Dpa

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