Weltpolitik

Türkei will Spannungen mit irakischer Regierung abbauen

In der Diskussion um die Stationierung türkischer Truppen in der nordirakischen Region Bashika hat die Türkei Gesprächsbereitschaft signalisiert. "Das waren Spannungen, die nicht hätten sein sollen, aber wir setzen unsere diplomatischen Bemühungen fort, um das in Ordnung zu bringen", sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Mittwoch vor Journalisten im südtürkischen Antalya.

In der Region Bashika im Irak sind türkische Soldaten stationiert, die dort Kämpfer der kurdischen Peschmerga und sunnitische Milizen ausbilden. Die Militärpräsenz hatte das türkisch-irakische Verhältnis zuletzt belastet. Bagdad fordert den Abzug der Truppen, Ankara lehnt das ab.

Cavusoglu drückte aber auch seinen Unmut über die Präsenz der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Irak aus. Seit Jahren "besetze" die PKK irakischen Boden, kritisierte Cavusoglu. "Du schaffst es nicht, eine Terrororganisation zu bekämpfen, du bist schwach", sagte er an die Adresse Bagdads.

Das Hauptquartier der PKK liegt in den nordirakischen Kandil-Bergen. PKK-Kämpfer sind außerdem im Sinjar-Gebirge präsent. Im eigenen Land geht die Türkei mit einer Militäroffensive gegen die PKK vor.

Quelle: Apa/Dpa

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