Weltpolitik

Türkische Luftwaffe flog Angriffe gegen PKK

Die türkische Luftwaffe hat in der südosttürkischen Provinz Hakkari Angriffe gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans PKK geflogen. Die Kampfflugzeuge hätten PKK-Stellungen in der Region Cukurca nahe der irakischen Grenze beschossen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Dabei seien auch drei PKK-Kämpfer "neutralisiert" worden.

Die PKK erklärte Online, die türkische Luftwaffe habe die Region Cukurca schon seit Mittwochmorgen bombardiert.

In der südosttürkischen Provinz Siirt kam es nach Angaben der Nachrichtenagentur DHA am Donnerstag zu Gefechten zwischen PKK-Kämpfern und Sicherheitskräften. Dabei seien ein Soldat getötet und ein weiterer verletzt worden.

Im Juli vergangenen Jahres war ein mehr als zwei Jahre anhaltender Waffenstillstand zwischen PKK und türkischer Regierung gescheitert. Seitdem eskaliert der Konflikt erneut.

Unterdessen wurden im Zuge der Ermittlungen nach dem Putschversuch in der Türkei weitere 820 Soldaten unehrenhaft aus der Armee entlassen. 648 davon seien in Untersuchungshaft, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara am Donnerstag über Twitter mit. Je mehr die Streitkräfte "von den Verrätern gesäubert" würden, desto gestärkter könnten sie ihren Dienst an der Nation fortsetzen.

Die Ermittlungen richten sich gegen Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen. Die türkische Regierung macht Gülen für den Putschversuch aus Teilen des Militärs Mitte Juli verantwortlich.

Quelle: Apa/Dpa

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