Weltpolitik

Tunesiens greiser Präsident tritt bei Wahl nicht mehr an

Tunesiens 92-jähriger Staatschef Béji Caïd Essebsi will auf eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November verzichten. "In aller Ehrlichkeit denke ich nicht, dass ich mich noch einmal zur Wahl stelle", sagte Essebsi am Samstag auf einem Kongress seiner Partei Nidaa Tounès in Monastir. Vielmehr müsse Jüngeren "die Tür geöffnet werden".

Präsident Essebsi zieht offenbar Konsequenzen auf Aufstand in Algerien SN/APA (AFP)/FABRICE COFFRINI
Präsident Essebsi zieht offenbar Konsequenzen auf Aufstand in Algerien

Essebsi war von seiner Partei bisher als bestmöglicher Kandidat für die Präsidentschaftswahl bezeichnet worden. Der 2014 demokratisch gewählte Staatschef hatte die Partei im Jahr 2012 gegründet. Angeführt wird sie von seinem Sohn Hafedh Caïd Essebsi.

Bisher hat noch keine der Parteien in Tunesien einen Präsidentschaftskandidaten für die Wahl am 17. November aufgestellt. Im Nachbarland Algerien war vor vier Tagen Staatschefs Abdelaziz Bouteflika im Alter von 82 Jahren nach wochenlangen Protesten zurückgetreten.

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