Weltpolitik

Ukraine verhängt weitere Sanktionen gegen Russland

Die Ukraine weitet ihre Sanktionen gegen russische Unternehmen und Personen aus. Sie richteten sich gegen diejenigen, die am Bau der Brücke zwischen der Halbinsel Krim und dem russischen Festland beteiligt gewesen seien, sagte Präsident Petro Poroschenko ukrainischen Medienberichten zufolge in der Nacht auf Donnerstag. Die Brücke ist im vergangenen Frühjahr in Betrieb gegangen.

Von den Strafmaßnahmen betroffen sind demnach auch Personen, die an der Konfrontation im Schwarzen Meer Ende November einen Anteil hatten. Damals hatte die russische Küstenwache drei ukrainische Marineboote gewaltsam an der Fahrt durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer gehindert. Auf der Sanktionsliste stehen Poroschenko zufolge auch Personen, die Wahlen in den von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebieten organisiert hatten.

Die Ukraine sieht sich im Krieg mit Russland - seit bei Kämpfen zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Soldaten in der Ostukraine Tausende Menschen gestorben sind. Zudem hat sich Russland vor fünf Jahren die laut Völkerrecht zur Ukraine gehörende Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibt. Russland und die Ukraine belegen sich immer wieder mit Sanktionen.

Der Chef des russischen Parlaments, Wjatscheslaw Wolodin, kritisierte die jüngsten Strafmaßnahmen, von denen er auch persönlich betroffen sei. "Sie haben weder Sinn noch Logik. Diese leeren Entscheidungen, die auf politischem Populismus basieren, sprechen von der Schwäche derjenigen, die sie treffen", sagte er der Agentur Tass.

Quelle: Apa/Dpa

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