Weltpolitik

Ukrainischer Soldat bei Gefechten getötet

Bei Gefechten im Osten der Ukraine ist nach Angaben der Regierungstruppen einer ihrer Soldaten getötet worden. Prorussische Rebellen hätten Armeestellungen mit Granatwerfern und Mörsern angegriffen, teilte das ukrainische Militär am Freitag mit. Ein Soldat sei dabei getötet und ein weiterer verletzt worden. Seit Jahresbeginn wurden im Ostukraine-Konflikt damit bereits 65 Menschen getötet - im gesamten vergangenen Jahr waren 50 Tote gemeldet worden.

Kein Ende der Gewalt absehbar SN/APA/AFP/ANATOLII STEPANOV
Kein Ende der Gewalt absehbar

In der Ostukraine bekämpfen sich seit 2014 prorussische Milizen und die ukrainische Armee, nachdem Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert hatte. Moskau unterstützt in dem Konflikt die Separatisten, die in Luhansk und Donezk sogenannte Volksrepubliken ausgerufen haben. Insgesamt wurden bereits mehr als 13.000 Menschen bei den Kämpfen getötet.

Die Spannungen zwischen Kiew und Moskau hatten zuletzt weiter zugenommen. Russland hat an der Grenze zur Ukraine rund 100.000 Soldaten zusammengezogen. Die Ukraine befürchtet eine Invasion der russischen Armee.

Moskau bestreitet dies und wirft der Regierung in Kiew seinerseits Provokationen vor. Der Westen verfolgt die Entwicklungen mit großer Sorge. Die G7-Staaten und die EU drohten Russland im Fall eines Angriffs auf die Ukraine mit "massiven Konsequenzen".

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