Weltpolitik

UN: Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in Ukraine stoppen

Mehrere UNO-Organisationen haben ein Ende der Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine gefordert. "Der Angriff auf die Schwächsten - Babys, Kinder, schwangere Frauen und Menschen, die bereits an Krankheiten leiden, sowie auf das Gesundheitspersonal, das sein eigenes Leben riskiert, um Leben zu retten - ist ein Akt skrupelloser Grausamkeit", erklärten die Leiter des Kinderhilfswerks UNICEF, des Bevölkerungsfonds und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine verzeichneten die Organisationen 31 Angriffe auf das Gesundheitswesen. Bei 24 der gemeldeten Angriffe wurden Gesundheitseinrichtungen beschädigt oder zerstört, und in fünf Fällen wurden Krankenwagen getroffen. Insgesamt seien bei diesen Angriffen zwölf Menschen getötet und 34 weitere verletzt worden. Die Organisationen forderten einen sofortigen Waffenstillstand.

Unter anderem hatten die russischen Truppen ein Kinderkrankenhaus in Mariupol bombardiert. Dabei starben nach ukrainischen Angaben drei Menschen. Moskau behauptete, dass das Haus zuletzt von ukrainischen Kämpfern genutzt worden sei. Von ukrainischer wie auch von UNO-Seite jedoch hieß es, dass es sich um eine zu dem Zeitpunkt noch funktionierende Geburtsklinik gehandelt habe.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs sind in der Ukraine nach Angaben aus Kiew insgesamt bereits sieben Krankenhäuser irreparabel zerstört worden. Die Kliniken in den betroffenen Städten müssten nach russischem Beschuss ganz neu aufgebaut werden, sagte Gesundheitsminister Wiktor Ljaschko der Agentur Ukrinform zufolge am Sonntagabend. Mehr als 100 weitere Gesundheitseinrichtungen seien beschädigt worden. Unter dem medizinischen Personal habe es seit dem Einmarsch der russischen Truppen am 24. Februar sechs Tote und zwölf Verletzte gegeben, sagte Ljaschko.

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Krieg in der Ukraine

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