Weltpolitik

UN-Chef Guterres warnt vor "Blutbad" in Idlib

Vor dem erwarteten Angriff der syrischen Armee gegen die Rebellenhochburg Idlib hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres vor einem "Blutbad" gewarnt. Es sei "absolut notwendig", dort einen militärischen Großeinsatz zu vermeiden, sagte Guterres am Dienstag in New York. "Idlib ist die letzte sogenannte Deeskalationszone in Syrien. Sie darf nicht in ein Blutbad verwandelt werden."

An die Adresse Russlands, des Irans und der Türkei sagte er: "Der Kampf gegen Terrorismus entbindet die Kriegsparteien nicht von ihren grundlegenden Verpflichtungen nach internationalem Recht."

Idlib ist der letzte große Rückzugsort für Rebellen in Syrien. Die Regierung in Damaskus droht, die Provinz einzunehmen, nachdem zuletzt diplomatische Versuche für eine Entspannung gescheitert waren. Am Wochenende hatte die Luftwaffe von Präsident Bashar al-Assad zusammen mit Kampfjets der verbündeten Russen heftige Angriffe auf Idlib geflogen. In der Region dominiert die mit Al-Kaida verbundene Miliz Haiat Tahrir al-Sham, die frühere Al-Nusra-Front.

Quelle: Apa/Dpa

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