Weltpolitik

UNESCO-Streit in Jerusalem spitzt sich zu

Unter starkem Protest von Israel hat der Welterbe-Ausschuss der UNESCO eine Resolution zu Kontrollen auf dem Jerusalemer Tempelberg angenommen. Mit der Abstimmung spitzt sich der Streit in der Kulturorganisation der Vereinten Nationen über den Umgang mit religiösen Stätten in Jerusalem zu.

UNESCO-Streit in Jerusalem spitzt sich zu SN/APA (AFP)/GIL COHEN-MAGEN
Der Streit rund um den Tempelberg geht weiter.

"Diese Resolution ist nicht einmal die Energie wert, die es braucht, um sie zu schreddern", kritisierte der israelische UNESCO-Botschafter Carmel Shama am Mittwoch in Paris. Eingebracht hatten die Resolution mehrere arabische Länder. Sie kritisieren Israel darin für Kontrollen an der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg.

In dem Textentwurf hatten sie den Namen Tempelberg durchgehend in Anführungszeichen gesetzt. Israel interpretiert das als Leugnung der jüdischen Verbindungen zu der heiligen Stätte. Zehn Länder stimmten für das Papier, zwei dagegen, acht enthielten sich. Ein Mitgliedstaat war bei der Abstimmung nicht dabei.

Bereits Mitte Oktober wurde eine sehr ähnliche Resolution angenommen - ebenfalls auf Initiative von arabischen Staaten. Darin wurde Israel für Kontrollen und Ausgrabungsprojekte in Ost-Jerusalem kritisiert. In dem Dokument werden fast durchgehend nur die arabischen Namen für die Stätten verwendet. Auch darin sieht Israel eine Missachtung der jüdischen Wurzeln in Jerusalem.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 17.11.2018 um 11:56 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/unesco-streit-in-jerusalem-spitzt-sich-zu-939985

Schlagzeilen