Weltpolitik

UNO-Beobachter wollen in Syrien weitermachen

Die unbewaffneten UNO-Militärbeobachter in Syrien wollen ihre Arbeit in der kommenden Woche wieder aufnehmen. Die Teams sollten dann wieder in acht Städten dauerhaft präsent sein.

UNO-Beobachter wollen in Syrien weitermachen SN/apa (epa)
Robert Mood kehrt zurück.

Die 300 UNO-Beobachter hatten ihre Operationen wegen der gestiegenen Gefahr am 15. Juni unterbrochen. Ihr Mandat endet am 20. Juli. Mood hatte jedoch am Mittwoch erklärt, er vermute, dass sich die Vereinten Nationen auch über diesen Termin hinaus in Syrien engagieren wollten.

Am Donnerstag zählten Regimegegner landesweit 16 Todesopfer. Die meisten von ihnen sollen bei Angriffen der Regierungstruppen in der Provinz Idlib getötet worden sein. Aktivisten meldeten, der Geheimdienst der Luftwaffe habe am Sonntag in Aleppo die mutmaßliche Aktivistin Kanawati verhaftet. Auch die Veröffentlichung verstörender Videoaufnahmen heizte den Konflikt weiter an. Der Nachrichtensender Al-Arabiya zeigte am Donnerstag ein Video, das seinen Angaben zufolge zeigt, wie eine Mutter einen von Widerstandskämpfern gefangenen mutmaßlichen Milizionär ohrfeigt. Der Mann soll ihren Sohn getötet haben.

Der syrische Präsident Assad zeigte sich in einem Zeitungsinterview überzeugt, dass ihn die Mehrheit der Syrer weiter unterstützt. Alle, die mit seinem Sturz innerhalb kürzester Zeit gerechnet hätten, die hätten sich verrechnet, sagte er der türkischen Zeitung "Cumhuriyet".

Assad bekräftigte, dass seine Armee nicht gegen das Volk kämpfe, sondern gegen Terroristen. "Schauen Sie sich die Lage an: Amerika ist mein Feind, der ganze Westen ist mein Feind, Länder der Region sind meine Feinde. Dank meines Volkes bin ich noch da ... Warum sollte ich die Menschen töten, die mich unterstützen?"

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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