Weltpolitik

UNO-Chef Ban fordert rasche Regierungsbildung im Libanon

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat nach der Wahl des Ex-Generals Michel Aoun zum Präsidenten des Libanon auf eine rasche Regierungsbildung gedrungen. "Die Menschen im Libanon haben es verdient, funktionierende staatliche Institutionen zu haben", sagte Ban am Montag einer Mitteilung zufolge.

UNO-Chef Ban fordert rasche Regierungsbildung im Libanon SN/APA (AFP)/JUAN CEVALLOS
"Menschen im Libanon verdienen funktionierende staatliche Institutionen".

Deswegen bräuchte es nun rasch eine Regierung, die "die Bedürfnisse aller Bürger im Libanon und die ernsten Herausforderungen für das Land angehen kann". Dem christlichen Politiker Aoun gratulierte Ban zur Wahl und wünschte ihm Erfolg. Er hoffe, dass die Parteien im Libanon nun "in einem Geist der Einigkeit und im nationalen Interesse" zusammenarbeiten.

Aoun hatte zuvor erst im vierten Versuch und nach teilweise chaotischen Szenen die erforderliche Mehrheit erhalten. Der Verbündete der vom Iran unterstützten Schiitenmiliz Hisbollah gilt als einer der umstrittensten Politiker des Landes.

Ohne Staatsoberhaupt war die Politik des Landes in den vergangenen zweieinhalb Jahren weitestgehend gelähmt. Die Wahl des neuen Präsidenten war seit Mai 2014 bereits 45 Mal gescheitert, weil sich die Parteien nicht auf einen Kandidaten einigen konnten. Mitte Oktober gab jedoch der sunnitische Ex-Premier Saad al-Hariri seinen Widerstand gegen Aoun auf. Es soll dabei Teil der Abmachung sein, dass Hariri erneut Ministerpräsident wird.

Quelle: Apa/Dpa

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