Weltpolitik

UNO: Houthi-Rebellen im Jemen sollen Raketen abgeben

Die mit dem Iran verbündeten Houthi-Rebellen sollen nach dem Willen von UNO-Diplomaten ihre Raketen abgeben. Im Gegenzug könnte die internationale Koalition unter der Führung Saudi-Arabiens ihre Bombenangriffe auf die Aufständischen einstellen, heißt es in einem Friedensplan, mit dem der Bürgerkrieg in dem Land beendet werden soll. Ein Entwurf liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor.

Demnach ist auch das Ziel, eine Übergangsregierung zu bilden, in der politische Gruppen angemessen vertreten sein sollen. Dies ist offensichtlich ein Zugeständnis an die Houthis, die die Hauptstadt Sanaa kaum aufgeben werden, ohne an einer Regierung beteiligt zu sein.

Die Houthis hatten Sanaa 2014 eingenommen und kämpfen gegen die jemenitischen Streitkräfte, die etwa von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) unterstützt werden. Die beiden Staaten fürchten, dass der Iran mit der Unterstützung der Houthis seine Macht in der Region ausbauen will. Der Konflikt gilt als Stellvertreterkrieg. Der politische Prozess zwischen den Kriegsparteien im bitterarmen Jemen ist festgefahren - Friedensgespräche waren zuletzt 2016 gescheitert.

Quelle: Apa/Reuters

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