Weltpolitik

UNO: Iran könnte gegen Waffenembargo verstoßen haben

Die Vereinten Nationen haben sich besorgt gezeigt, dass der Iran gegen ein vom UNO-Sicherheitsrat auferlegtes Waffenembargo verstoßen haben könnte. In einem vertraulichen Bericht erklärte der jüngst aus dem Amt geschiedene UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, die Islamische Republik habe möglicherweise Waffen und Raketen an die libanesische radikalislamische Hisbollah-Bewegung geliefert.

Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah habe dies in einer im Juni im Fernsehen übertragenen Rede so dargestellt. Der Bericht, der am 18. Jänner im UNO-Sicherheitsrat behandelt werden soll, lag der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag vor.

Frankreich wirft dem Iran dem Bericht zufolge vor, einen Versuch unternommen zu haben, Waffen an Somalia oder den Jemen zu liefern. Im März sei im nördlichen Indischen Ozean eine entsprechende Schiffsladung beschlagnahmt worden. Mit den Vorwürfen konfrontiert habe der Iran zurückgewiesen, gegen Sanktionen verstoßen zu haben, erklärte Ban. Ban schied mit Jahresende aus dem Amt, sein Nachfolger ist der portugiesische Ex-Regierungschef Antonio Guterres.

Die meisten Sanktionen gegen den Iran sind nach Abschluss des Atomabkommens aufgehoben worden. Die Vereinbarung mit den fünf UNO-Vetomächten sowie Deutschland sieht eine Einschränkung des iranischen Nuklearprogrammes vor. Das Waffenembargo besteht aber weiter.

Quelle: Apa/Reuters

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