Weltpolitik

UNO: Mehr als eine Million Menschen aus Südsudan geflohen

Die Zahl der Kriegsflüchtlinge aus dem Südsudan ist nach UN-Angaben auf mehr als eine Million angestiegen. Damit gehöre der jüngste Staat Afrikas neben Syrien, Afghanistan und Somalia zu jenen Krisenländern, aus denen jeweils eine Million oder mehr Menschen geflohen seien, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Freitag in Genf mit.

Weitere 1,6 Millionen Menschen seien innerhalb ihres Landes aus angestammten Gebieten in andere Orte vertrieben worden. Das Nachbarland Uganda beherbergt laut UNO 374.000 Südsudanesen, gefolgt von Äthiopien (292.000) und dem Sudan (247.000). Wegen des erneuten Ausbruchs von Kämpfen in der Hauptstadt Juba seien seit Anfang Juli 185.000 Südsudanesen geflohen. Für humanitäre Helfer werde es immer schwieriger, die große Zahl notleidender Südsudanesen zu versorgen, sagte UNHCR-Sprecher Leo Dobbs.

Der Südsudan hatte 2011 nach jahrelangen Auseinandersetzungen die Unabhängigkeit vom Sudan erlangt. Zwei Jahre später eskalierte ein Machtkampf zwischen dem Präsidenten Salva Kiir und dem früheren Rebellenführer Riek Machar zum Bürgerkrieg. Eine unter internationalem Druck ausgehandelte Einheitsregierung von Kiir und Machar als Vize zerbrach im Juli.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 16.11.2018 um 12:50 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/uno-mehr-als-eine-million-menschen-aus-suedsudan-geflohen-1057066

Schlagzeilen