Weltpolitik

UNO-Sicherheitsrat weiter uneins über Syrien-Sanktionen

Der UNO-Sicherheitsrat hat sich erneut uneins im Hinblick auf Sanktionen gegen das syrische Regime wegen dessen Chemiewaffeneinsätzen gezeigt. Die USA, Frankreich und Großbritannien kündigten bei einer Sitzung am Freitagabend in New York eine entsprechende Resolution an, nachdem mehrere Untersuchungen dem syrischen Regime den Einsatz von Chemiewaffen nachgewiesen hatten.

US-Botschafterin Haley kritisierte Russland scharf.  SN/AFP/KENA BETANCUR
US-Botschafterin Haley kritisierte Russland scharf.

"Wir haben an der Resolution sehr eng zusammengearbeitet und wollen sie in den kommenden Tagen vorlegen", sagte Großbritanniens UNO-Botschafter Peter Wilson vor Journalisten. Russland werde gegen eine solche Resolution jedoch ein Veto einlegen, sagte der stellvertretende russische UNO-Botschafter Wladimir Safronkow. Damit könnte eine Resolution das Gremium nicht passieren.

Die Untersuchungen seien nicht objektiv und unabhängig gewesen, sagte Safronkow. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, kritisierte Russland scharf. "Das ist lächerlich. Wie lange will Russland das syrische Regime noch babysitten und Ausreden erfinden?"

Unterdessen hat US-General Joseph Votel nach Angaben syrischer Rebellen das Bürgerkriegsland besucht. Der Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos, der die US-Streitkräfte im Nahen Osten befehligt, führte bei dem Besuch am Freitag Gespräche mit Vertretern der von den USA unterstützten kurdisch-arabischen Rebellenallianz Demokratische Kräfte Syriens (SDF), wie ein SDF-Sprecher mitteilte.

Quelle: Apa/Dpa

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