Weltpolitik

UNO-Sicherheitsratssitzung zu Nordkorea am Mittwoch

Der UNO-Sicherheitsrat berät am Mittwoch in einer von den USA und Japan beantragten Dringlichkeitssitzung über den jüngsten Raketentest Nordkoreas. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Raketentest und forderte Pjöngjang auf, künftig derartige "Provokationen" zu unterlassen.

Start einer Trägerrakete in Nordkorea SN/APA (AFP/NORTH KOREAN TV)/YONHAP
Start einer Trägerrakete in Nordkorea

"Solche Aktionen verletzen Sicherheitsratsresolutionen und untergraben ernstlich den regionalen Frieden und die Stabilität", erklärte Guterres' Sprecher Farhan Haq in New York. Nordkorea müsse seine internationalen Verpflichtungen "in vollem Umfang" erfüllen.

Die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, schrieb auf Twitter, die Welt werde Nordkorea nicht erlauben, seinen "destruktiven Weg" weiterzugehen. US-Präsident Donald Trump und Japans Regierungschef Shinzo Abe telefonierten am Montag wegen des Raketentests, wie ein US-Regierungsvertreter sagte. Der US-Präsident haben Japan die "hundertprozentige" Unterstützung der USA zugesichert, sagte Abe.

Nordkorea hatte am Montag vier Raketen ins Japanische Meer abgefeuert und damit erneut seine Nachbarländer und die USA provoziert. Nach Angaben aus Tokio gingen drei Geschoße in der japanischen 200-Meilen-Zone nieder.

Nordkorea selbst bezeichnete den Test als Übung für einen Angriff auf die US-Streitkräfte. Potenzielles Ziel seien die Stützpunkte der US-Armee in Japan, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Staatschef Kim Jong-un habe den Abschuss der Raketen persönlich überwacht.

Nordkorea fordert die Weltgemeinschaft immer wieder mit Raketentests heraus. Im vergangenen Jahr unternahm das isolierte kommunistische Land zwei Atomwaffentests und eine Reihe von Raketentests. Pjöngjang verstieß damit gegen mehrere Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats. Seit dem ersten Atomwaffentest Nordkoreas im Jahr 2006 beschloss der Sicherheitsrat bereits sechs Sanktionsrunden gegen das Land.

Die US-Streitkräfte haben unterdessen mit der Stationierung ihres Raketenabwehrsystems THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) in Südkorea begonnen. Die Stationierung des Abwehrsystems stärke das Bündnis zwischen den USA und Südkorea in der Abwehr der "nordkoreanischen Raketenbedrohung", erklärte das US-Pazifikkommando am Montag.

Quelle: Apa/Ag.

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