Weltpolitik

UNO-Untersuchung bestätigt Missbrauchsfälle in Zentralafrika

Die Vereinten Nationen haben Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Frauen und Mädchen durch Soldaten der internationalen Friedenstruppe in der Zentralafrikanischen Republik bestätigt. Nach Gesprächen mit 139 möglichen Opfer seien 41 mutmaßliche Täter identifiziert worden, wie UNO-Sprecher Stephane Dujarric zu einem neuen Untersuchungsbericht am Montag sagte.

25 von ihnen stammten aus Burundi und 16 aus Gabun. Insgesamt hätten 25 Minderjährige in Interviews angegeben, sexuell missbraucht worden zu sein.

Einem internen UNO-Papier zufolge soll es in der Zentralafrikanischen Republik zu vielen Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen gekommen sein, als diese den Soldaten Früchte verkauften oder als sie Wasser holten. Zudem hätten Blauhelme sexuelle Handlungen für Essen verlangt.

"Die Verantwortung weiterer Ermittlungen liegt bei Burundi und Gabun", sagte Dujarric. Beide zentralafrikanischen Länder seien gebeten worden, der UNO ihre eigenen Untersuchungsberichte so schnell wie möglich vorzulegen. Sofern sich die Vorwürfe bestätigten, würden die mutmaßlichen Täter und gegebenenfalls auch ihre Vorgesetzten von weiteren Friedenseinsätzen ausgeschlossen. Die UNO verurteilte sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung auf das Schärfste.

Kämpfe zwischen muslimischen Rebellen und Milizen der christlichen Mehrheit hatten das bitterarme Land im Jahr 2013 in einen Bürgerkrieg gestürzt. Hunderttausende flohen vor der Gewalt. Bis heute versuchen gut 12.000 Blauhelmsoldaten, den Staat wieder zu stabilisieren.

Quelle: Apa/Dpa

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