Weltpolitik

UNO warnt vor humanitärer Katastrophe in syrischen Städten

Die UNO hat vor einer humanitären Katastrophe in vier belagerten syrischen Städten gewarnt. Der für Syrien zuständige Koordinator für humanitäre Angelegenheiten, Ali al-Sa'atari, erklärte, die Lage in den Städten Sabadani, Madaja, Fua und Kafraja sei verheerend. Dort seien "60.000 unschuldige Menschen" eingeschlossen, die dringend Hilfe benötigten.

Hundertausende Syrer sind eingeschlossen.  SN/APA (Symbolbild/AFP)/AMEER ALHAL
Hundertausende Syrer sind eingeschlossen.

Sabadani und Madaja liegen in der Provinz Damaskus und werden von Regierungstruppen und verbündeten Einheiten belagert, die beiden schiitischen Ortschaften Fua und Kafraja in Idlib sind von Aufständischen umzingelt. Die Menschen lebten dort in einem "Kreislauf von täglicher Gewalt und Entbehrung" ohne ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten, beklagte der UNO-Vertreter.

Al-Sa'atari warnte vor einer humanitären Katastrophe und forderte die Konfliktparteien auf, umgehend Zugang zu den Menschen in Not zu gewähren. Zuletzt hatte die UNO demnach im November humanitären Zugang zu den Städten.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zu 4,7 Millionen Syrer in schwer zugänglichen Gebieten leben. Rund 600.000 Menschen sind demnach in belagerten Ortschaften eingeschlossen.

Quelle: Apa/Ag.

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