Weltpolitik

UNO: Drei Mio. südsudanesische Flüchtlinge bis Jahresende

Die durch den Bürgerkrieg im Südsudan ausgelöste Flüchtlingskrise wird laut Vereinten Nationen die schwerste in Afrika seit dem Völkermord in Ruanda. Bisher sind rund 2,5 Millionen Südsudanesen in Nachbarländer geflohen. Wenn der Krieg nicht beendet werde, dürften es bis Jahresende drei Millionen Menschen sein, sagte der UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, am Donnerstag in Nairobi.

Bisher flohen rund 2,5 Millionen Südsudanesen in Nachbarländer SN/APA (AFP)/TONY KARUMBA
Bisher flohen rund 2,5 Millionen Südsudanesen in Nachbarländer

Bei dem Genozid in Ruanda kamen 1994 zwischen 800.000 und einer Million Menschen ums Leben. Mehr als zwei Millionen Ruander flohen in Nachbarländer.

Rund zwei Millionen Südsudanesen sind nach UNO-Angaben zudem bisher innerhalb der Landesgrenzen geflohen - somit ist jeder dritte Südsudanese auf der Flucht. "Solange die Menschen des Südsudans auf Frieden warten, muss die Welt ihnen helfen", sagte Grandi. Allerdings erhielt das UNO-Flüchtlingshilfswerk im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben nur ein Drittel der notwendigen finanziellen Mittel zur Versorgung der Menschen.

Vor mehr als vier Jahren begann ein Bürgerkrieg im ölreichen Südsudan zwischen den Anhängern von Präsident Salva Kiir und den Unterstützern seines ehemalige Stellvertreters Riek Machar. Seither kamen zehntausende Menschen ums Leben.

Quelle: Apa/Dpa

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