US-Kongresswahl: Schicksalstag für Donald Trump

US-Kongresswahl: Schicksalstag für Donald Trump

Der US-Präsident erhält bei den "Midterm Elections" ein Zwischenzeugnis. Kann er weitermachen wie bisher? Oder wird ihm der Kongress Zügel anlegen?

Aufgerufen am 16.09.2019 um 04:25 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/us-kongresswahl-schicksalstag-fuer-donald-trump-59980126

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Unmittelbar nach den US-Kongresswahlen verschärft Präsident Donald Trump seinen Konfrontationskurs. Justizminister Jeff Sessions, der auch Generalbundesanwalt ist, musste auf Drängen Trumps seinen Posten räumen. Die Opposition und Bürgerrechtsgruppen befürchten nun eine Einmischung in die Untersuchungen zur Russland-Affäre des Präsidenten und eine Entlassung des Sonderermittlers Robert Mueller.

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus kam es zu einem Eklat. Trump schnitt CNN-Chefkorrespondent Jim Acosta das Wort ab und beleidigte ihn, als er Fragen zu Einwanderung und Russland stellen wollte. Wenig später entzog das Präsidialamt Acosta die Akkreditierung. CNN warnte: "Das ist eine beispiellose Entscheidung, die unsere Demokratie bedroht."

Der US-Präsident freut sich trotz Verlusten über einen Sieg. Im Repräsentantenhaus freut sich die neue Mehrheit über neue Chancen.

An der Handelspolitik des US-Präsidenten wird sich nichts ändern.

Die EU hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Kongress.

Die Demokraten können dem Präsidenten im Inland das Leben schwer machen. Für die Handelspartner der USA - vor allem Europa und China - wird das Leben auch nicht leichter.

US-Präsident Donald Trump hat am Tag nach der Kongresswahl Justizminister Jeff Sessions entlassen. Er kündigte die Personalie am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter an und dankte Sessions für dessen Dienste. In einem Schreiben von Sessions an Trump hieß es, er habe seinen Rücktritt auf Bitte des Präsidenten eingereicht.

Nach den Kongresswahlen in den USA hat Präsident Donald Trump angesichts der veränderten Kräfteverhältnisse im Parlament die Demokraten zur Zusammenarbeit aufgerufen.

Das Pendel schlägt zurück. Nicht soweit, wie es sich die Demokraten gewünscht hatten, die von einer großen "blauen Welle" geträumt hatten. Aber immerhin holten sie bei den Zwischenwahlen zum Kongress eine Mehrheit im Repräsentantenhaus. Damit können sie Donald Trump nun erstmals richtig auf die Finger schauen.

Ob es an der Enttäuschung über das mäßige Abschneiden der US-Demokraten liegt? Vor der Wahl hatten viele Prominente ihre Fans zur Stimmabgabe aufgerufen - nach Schließung der Wahllokale kommentieren zunächst nur wenige dann auch die Ergebnisse.

US-Präsident Donald Trump sonnt sich gerne im Glanz des Wirtschaftsbooms, doch dieser scheint teuer erkauft. Die Kehrseite der Medaille ist das höchste Defizit seit dem Jahr 2012, als das Land noch mit den Nachwehen der weltweiten Finanzkrise kämpfte. Im Ende September abgelaufenen Haushaltsjahr 2018 klafft ein Loch von 779 Mrd. Dollar.

Er macht Wahlkampf auf Twitter und nutzt den Kurznachrichtendienst intensiv, um der Welt rund um die Uhr seine Sicht der Dinge mitzuteilen - ungeachtet der Folgen, die seine Statements auslösen: US-Präsident Donald Trump sorgt mit seinen Zeilen immer wieder für Stirnrunzeln.

Einige US-Prominente sehen einen möglichen neuen Herausforderer für Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2020. Kandidat könnte ihrer Ansicht nach - trotz der Niederlage beim Senatsrennen im US-Staat Texas - der demokratische Politiker Beto O'Rourke werden.

Die Frauen sind auf dem Vormarsch. Immer mehr engagieren sich in der US-amerikanischen Innenpolitik, mobilisiert durch die "Me Too"-Bewegung und einen Präsidenten, der sich darüber lustig macht. Aber auch nach den Halbzeit-Wahlen bleiben die Frauen in der Minderheit. Noch.

US-Präsident Donald Trump hat die Kongresswahl zu einer Abstimmung über sich selber erklärt. Dass seine Republikaner zwar den Senat gehalten, das Repräsentantenhaus aber verloren haben, tut Trumps Ego keinen Abbruch - dabei wird sein Leben nun schwerer werden.

Der US-Dollar ist am Mittwoch nach vorläufigen Ergebnissen der amerikanischen Kongresswahl unter Druck geraten.

Die Demokraten holen eine Mehrheit im Repräsentantenhaus, die Republikaner bauen ihren Vorsprung im Senat aus. Für Donald Trump liefern die "Midterms" ein gemischtes Ergebnis.

Nervosität auf der Wahlparty der Demokraten in Wien: Die Rekord-Wahlbeteiligung unter US-Wählern im Ausland verursachte, dass sieben Mal so viele Wahlkarten angefordert wurden.

Der republikanische Partei von US-Präsident Donald Trump wird nach den Kongresswahlen vom Dienstag die Kontrolle über das US-Repräsentantenhaus wohl entgleiten. Die Mehrheit im Senat haben die Republikaner jedoch ausbauen können. Außergewöhnlich? Keineswegs.

Präsidenten haben selbst dann Probleme, wenn die eigene Partei die beiden Kammern beherrscht.

Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat die Senatswahl im US-Bundesstaat Utah gewonnen.

Jared Polis hat am Dienstag Medienberichten zufolge die Wahl zum Gouverneur von Colorado gewonnen.

Das Pendel schlägt zurück. Nicht soweit, wie es sich die Demokraten gewünscht hatten, die von einer großen "blauen Welle" geträumt hatten. Aber immerhin holten sie bei den Zwischenwahlen zum Kongress eine Mehrheit im Repräsentantenhaus. Damit können sie Donald Trump nun erstmals richtig auf die Finger schauen.

Die USA sind ein tief gespaltenes Land. Demokraten sprechen kaum noch mit Republikanern und umgekehrt. Zwei haben sich dennoch gefunden und gewagt, sich an einen Tisch zu setzen.

Die Zwischenwahlen kannten nur ein Thema: Donald Trump. Wird er weitermachen können wie bisher?

Die Mehrheit der weißen Frauen hat sich 2016 für Trump als Präsidenten entschieden. Offensichtlich hat er sie enttäuscht.

Immer mehr weiße Amerikaner haben Abstiegsängste, konstatiert der deutsche USA-Experte Josef Braml. Präsident Donald Trump tritt als Lautsprecher der Verunsicherten auf und verschärft die extreme Polarisierung im Land.

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