Weltpolitik

US-Wahl LIVE - Richterin schmettert Trump-Klage ab

Im US-Bundesstaat Nevada hat eine Richterin kurz vor Schließung der Wahllokale eine Klage des Wahlkampf-Lagers von Donald Trump abgelehnt. Der Republikaner hatte nach Angaben mehrerer US-Medien Klage gegen ein Wahlamt in einem Bezirk eingereicht.

Nevada zählt zu den besonders heiß umkämpften Staaten mit vielen Latino-Wählern. Ein großer Teil von ihnen hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, vorzeitig wählen zu gehen. Die US-Demokratin Hillary Clinton hat in dieser Bevölkerungsgruppe weitaus größeren Rückhalt als Trump.

Trump hatte angeblich beklagt, dass die Öffnungszeiten mehrerer Wahllokale in einem Bezirk bei den Frühwahlen in der vergangenen Woche um bis zu zwei Stunden verlängert worden waren.

Begründet wurde diese Verlängerung damit, dass zahlreiche Menschen zur geplanten Schließungszeit noch Schlange standen, um ihre Stimme abgeben zu können. Nach geltenden Regeln können Wähler in solchen Fällen nicht abgewiesen werden.

Das Trump-Lager beharrt dagegen darauf, dass es sich um einen Gesetzesverstoß handle. Daher sollten die Frühwahlstimmen nicht mitgezählt werden dürfen - werden sie nun aber doch.

Würde Trump Niederlage akzeptieren?

Kurz nachdem der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump am Dienstag erneut offen gelassen hat, einen möglichen Sieg seiner Kontrahentin Hillary Clinton eventuell nicht anzuerkennen, hat er gegenüber dem konservativen TV-Sender Fox News nachgelegt. Es gebe Berichte, wonach Wahlmaschinen aus republikanischen Stimmen demokratische machen würden, sagte er in einem Telefoninterview.

Dies geschehe an "mehreren Orten", so Trump. Auch die Antwort des Republikaners auf die Frage, ob er mit einem Ergebnis der Präsidentenwahl noch Dienstagnacht (Ortszeit) rechne, blieb vage. "Wir werden sehen müssen ..., was passiert", sagte Trump und verwies einmal mehr auf Probleme bei der Stimmabgabe. Er hoffe, dass alles gut ausgehe und dass er sich keine Sorgen machen müsse, also "dass wir hoffentlich gewinnen werden".

Der Sender CNN hatte wenige Stunden davor von Problemen mit den Wahlmaschinen in Washington County im Bundesstaat Utah berichtet. Dies sei in allen 37 Wahllokalen der Fall, 50.000 Wähler könnten betroffen sein.

Liveticker
Clinton voran

Prognosen basierend auf Nachwahlbefragungen des "Early Votings" (vorzeitige Stimmabgabe) sehen im Übrigen die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton aktuell in sechs der sieben Swing-States vorne. Von der Umfrageorganisation Votcastr am Dienstagnachmittag (Ortszeit) veröffentlichte Zahlen sagen einen Sieg Clintons in Colorado, Florida, Nevada, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin voraus.

Der Republikaner Donald Trump kann sich demnach lediglich Iowa sichern, wo er mit 46 Prozent knapp vor Clinton mit 45 Prozent liegt. Am deutlichsten ist die Demokratin demnach in Wisconsin mit 49 zu 43 Prozent voran, gefolgt von Florida mit 49 zu 45 bzw. Pennsylvania mit 48 zu 44 Prozent.

Die Prognosen sind noch mit Vorsicht zu genießen, da sie lediglich auf Nachwahlbefragungen von "Early Voters" beruhen, deren Wahlverhalten sich deutlich von dem der Gesamtbevölkerung unterscheiden kann. In den USA sorgte zudem der Umstand, Prognosen noch vor Schließung der Wahllokale zu veröffentlichen - was in diesem Jahr erstmals der Fall war -, zuletzt für heftige Diskussionen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 22.09.2018 um 07:19 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/us-wahl-live-richterin-schmettert-trump-klage-ab-903250

Schlagzeilen