Weltpolitik

USA drohen Russen mit noch mehr "wirtschaftlichen Schmerzen"

Die USA drohen Russland mit schärferen Wirtschaftsstrafen. Die Vereinigten Staaten würden nicht zögern, Russland noch "mehr wirtschaftliche Schmerzen" zu bereiten, wenn das Land sein Verhalten nicht erheblich ändere, sagte die kommissarische Vize-Finanzministerin Sigal Mandelker am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats in Washington.

Mandelker richtete deutliche Worte Richtung Moskau SN/APA (AFP)/ISAAC KASAMANI
Mandelker richtete deutliche Worte Richtung Moskau

Russland sei dies bewusst, weshalb es sein "abenteuerliches Vorgehen" im Zaum gehalten habe. Nichtsdestotrotz setze es seine "bösartigen Aktivitäten" fort.

Mandelker äußerte sich, nachdem mehrere Kongresspolitiker eine härtere Gangart und schärfere Sanktionen gegen Russland gefordert hatten - unter anderem wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim, der Rolle im Syrien-Konflikt und die mutmaßliche Beeinflussung des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016. Die amerikanisch-russischen Beziehungen sind wegen der Vorwürfe massiv angespannt. Die Regierung in Moskau hat wiederholt die ihr vorgeworfene Wahleinmischung dementiert. US-Präsident Donald Trump hat mehrfach erklärt, er wolle das Verhältnis verbessern. Doch zugleich haben die USA ihre Sanktionspolitik verschärft, so auch am Dienstag, als sie Strafmaßnahmen gegen zwei Russen sowie eine russische und eine slowakische Firma verhängten.

Nach Darstellung von US-Regierungsmitarbeitern zeigen die Sanktionen Wirkung. So sagte Staatssekretär Christopher Ford, mehrere Drittstaaten hätten wegen Bedenken im Zusammenhang mit den US-Sanktionen Waffengeschäfte mit Russland gekippt. Staatssekretär Wess Mitchell sagte im Außenpolitischen Ausschuss des Senats, den Russen seien so acht bis zehn Milliarden Dollar entgangen. Die direkten Auslandsinvestitionen in Russland seien zudem seit 2013 um 80 Prozent eingebrochen.

Quelle: Apa/Ag.

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