Weltpolitik

USA und Nordkorea reden über Rückführung toter US-Soldaten

Hohe Offiziere Nordkoreas und der USA haben nach Medienberichten über die Übergabe der Gebeine gefallener US-Soldaten im Korea-Krieg (1950-53) verhandelt. Es sei vereinbart worden, dass nun auch offiziell nach den sterblichen Überresten jener 5.300 US-Soldaten gesucht werden soll, die bisher vermisst werden, teilte das US-Außenministerium am Sonntag mit.

Ziel sei es, eine der Übereinkünfte aus dem Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong-un am 12. Juni in Singapur zu erfüllen. "Die Gespräche waren produktiv und kooperativ und resultierten in festen Zusagen", hieß es vom US-Außenministerium. Sie sollen am Montag auf Arbeitsebene weitergehen, um die nächsten Schritte zu koordinieren, darunter auch den Transfer der bereits geborgenen Leichenteile. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, in Nordkorea nach den 5.300 Soldaten zu suchen, die nie in die USA zurückkehrten.

Südkoreanischen Berichten zufolge wurde die US-Seite von Generalmajor Michael Minihan angeführt, der zugleich Stabschef des UNO-Kommandos (UNC) in Südkorea ist. Auch zur nordkoreanischen Delegation habe ein Zwei-Sterne-General gehört. Es waren damit die ersten Gespräche auf Generalsebene zwischen den beiden Ländern seit mehr als neun Jahren.

Wie viele Gebeine Nordkorea übergeben will, war unklar. Die US-Seite habe 100 hölzerne Särge bereitgestellt, um die Überreste zur Identifizierung in die USA zu bringen, berichtete der Sender Arirang.

Zwischen 1996 und 2005 hatten US-Teams die sterblichen Überreste von mehr als 220 Soldaten in Nordkorea exhumiert. Die Aktion wurde jedoch 2005 von den USA wegen Sicherheitsbedenken unterbrochen. Im Korea-Krieg starben rund 33.000 US-Soldaten, mehr als 8.000 galten als vermisst.

Quelle: Apa/Ag.

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