Weltpolitik

Usbekischer Präsident in kritischem Zustand

Nach einer Gehirnblutung ringt der usbekische Präsident Islam Karimow (78) offenbar mit dem Tod. Der Zustand des autoritären Staatschefs sei nach Meinung der Ärzte "kritisch", hieß es in einer offiziellen Erklärung der Regierung in der staatlichen Zeitung "Narodnoye Slovo" vom Freitag. Dieser habe sich in den vergangenen 24 Stunden drastisch verschlechtert.

Usbekischer Präsident in kritischem Zustand SN/APA (AFP)/MAXIM SHEMETOV
Karimow ringt nach Gehirnblutung mit dem Tod.

Karimow regiert das zentralasiatische Land mit rund 32 Millionen Einwohnern seit der Eigenständigkeit 1991. Der Präsident liegt seit einer Hirnblutung am Samstag auf der Intensivstation. Am Montag kursierten Berichte über seinen Tod, denen aber widersprochen wurde. Karimows traditionelle Fernsehansprache anlässlich des Nationalfeiertages am Donnerstag verlas ein TV-Sprecher.

In Russland dementierte Kremlsprecher Dmitri Peskow Berichte, nach denen Karimow zur Behandlung nach Moskau geflogen worden sei. Es sei aber richtig, dass Russland Ärzte nach Taschkent entsandt habe.

Experten fürchten, dass es nach dem Tod des Präsidenten zum Machtkampf kommen könnte. In diesen könnten dann auch islamistische Extremisten verwickelt sein, für die Usbekistan in den vergangenen Jahren zu einem Rückzugsgebiet geworden war.

Quelle: Apa/Ag.

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