Weltpolitik

Venezuelas Präsident Maduro kommt doch nicht nach Genf

Die venezolanische Regierung hat ihre Pläne kurzfristig geändert: Statt Präsident Nicolas Maduro soll nun Außenminister Jorge Arreaza Montserrat kommende Woche vor dem Menschenrechtsrat in Genf sprechen. Das berichtete das UNO-Menschenrechtsbüro am Dienstag - keine 24 Stunden nach der Ankündigung des Maduro-Besuchs.

Maduro spricht über Menschenrechte.  SN/APA (AFP)/JUAN BARRETO
Maduro spricht über Menschenrechte.

Im geänderten Programm zur Auftaktsitzung des Menschenrechtsrats steht nun für kommenden Montag Arreaza an der Stelle Maduros. Dessen Regierung steht wegen drakonischer Maßnahmen gegen Oppositionelle und Volksvertreter weltweit unter Druck.

Der Menschenrechtsrat hat 47 Mitgliedsländer. Sie werden von der UNO-Generalversammlung für je drei Jahre gewählt. Darunter ist zur Zeit auch Venezuela. Der Rat will die Menschenrechte in aller Welt stärken und beauftragt bei alarmierenden Entwicklungen Experten mit Untersuchungen.

So wurde auch die Lage in Venezuela vor kurzem beurteilt. Vergangene Woche äußerte der für Menschenrechte zuständige UNO-Hochkommissar Said Raad al-Hussein große Sorge. Bei der Unterdrückung der Proteste gegen die Regierung würden Menschenrechte verletzt. Oppositionelle seien teils gefoltert worden. Die Regierung untergrabe die Demokratie. Die USA und andere Ländern werfen Maduro vor, er baue eine Diktatur auf.

Quelle: Apa/Dpa

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