Weltpolitik

Venezuelas Staatschef tritt die Flucht nach vorn an

Nicolás Maduro will die Schwäche der Opposition ausnutzen und verlegt die Präsidentenwahl vor.

Nicolas Maduro ruft vorgezogene Wahlen aus. SN/APA/AFP/JUAN BARRETO
Nicolas Maduro ruft vorgezogene Wahlen aus.

Eigentlich sollte die Präsidentenwahl in Venezuela Ende des Jahres stattfinden, nun will Staatschef Nicolás Maduro sie noch vor April über die Bühne bringen. Bei mehreren lateinamerikanischen Staaten und der Opposition stößt das auf Kritik.

Die Opposition zürnt, weil sie sich überrumpelt fühlt. Teile des Bündnisses MUD (Tisch der Demokratischen Einheit) verhandeln derzeit unter internationaler Vermittlung in der Dominikanischen Republik mit der Maduro-Regierung über einen Ausweg aus der jahrelangen Krise. Diese Gespräche dürften spätestens jetzt gescheitert sein. Ex-Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles schrieb auf Twitter verbittert: "Die einzige Wahrheit ist, dass diese Regierung und ihre Führung von der großen Mehrheit der Venezolaner verabscheut wird."

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