Weltpolitik

Verletzte bei mutmaßlich israelischem Luftangriff auf Syrien

Mindestens drei Soldaten der syrischen Armee sind bei einem mutmaßlich von Israel ausgeführten Luftangriff in Syrien verletzt worden. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur berichtete, dass israelische Kampfflugzeuge in der Nacht auf Samstag aus dem libanesischen Luftraum heraus mehrere Raketen abgefeuert hätten. Der Angriff habe einer Militärposition in der Provinz Hama gegolten.

Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach dagegen von mindestens 17 verletzten Soldaten. In dem Gebiet würden demnach Mittelstreckenraketen entwickelt. Aus syrischen Regierungskreisen erfuhren Medienvertreter, dass eine Militärschule und ein Trainingslager Ziele der Angriffe gewesen seien.

Nach Angaben von Aktivisten sind in der Stadt Masyaf, die insbesondere durch ihre imposante mittelalterliche Burg bekannt ist, auch die iranischen Revolutionsgarden und deren Verbündete stationiert. Sie unterstützten die Regierung von Syriens Präsident Bashar al-Assad im Syrien-Krieg. Israel hatte immer wieder betont, eine dauerhafte Präsenz der iranischen Revolutionsgarden im benachbarten Syrien nicht zu akzeptieren. Die USA hatten die Revolutionsgarden des Irans Anfang der Woche als Terrororganisation eingestuft.

Israel äußert sich üblicherweise nicht zu seinen Militäraktionen in Syrien. Das Land hat in der Vergangenheit bereits Hunderte von Luftangriffen in Syrien geflogen. Die meisten richteten sich nach israelischen Angaben gegen mutmaßliche iranische Ziele sowie Ziele der libanesischen Hisbollah-Miliz. Die schiitische Hisbollah wird von Israels Erzfeind Iran unterstützt.

Quelle: Apa/Dpa

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