Weltpolitik

Vier Islamisten bei US-Drohnenangriffen im Jemen getötet

Bei US-Drohnenangriffen im Jemen sind am Donnerstag mindestens vier mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet worden. Nach Angaben aus jemenitischen Sicherheitskreisen griff eine Drohne am frühen Morgen eine Gruppe von Männern an, die sich vor dem Haus eines Al-Kaida-Kämpfers im Jashbum-Tal in der Provinz Shabwah versammelt hatten. Dabei seien vier von ihnen getötet worden.

In der Nachbarprovinz Abjan attackierte eine US-Drohne ein Stellung von Al-Kaida unweit des Küstenorts Shakra am Golf von Aden, wie ein anderer Vertreter der Sicherheitskräfte sagte. Über mögliche Opfer konnte er zunächst keine Angaben machen.

Im Jemen gibt es immer wieder gezielte Angriffe auf Mitglieder der Extremistengruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap). Die USA betrachten die im Jemen angesiedelte Gruppe als gefährlichsten Ableger des Terrornetzwerks und gehen immer wieder mit Drohnenangriffen gegen sie vor. Die USA bestätigen Berichte über Drohnenangriffe im Jemen nur gelegentlich, viele Einsätze sind geheim. Die US-Streitkräfte sind jedoch die einzigen, die in der Region über Drohnen verfügen.

Ende Jänner waren bei einem US-Militäreinsatz in der Provinz Baida dutzende Al-Kaida-Kämpfer getötet worden, aber auch ein US-Soldat und 16 Frauen und Kinder. Der erste große US-Militäreinsatz im Jemen seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Jänner hatte in den USA für viel Kritik gesorgt, auch aus den Reihen von Trumps Republikanern.

Im Jemen kämpfen seit Anfang 2015 die Houthi-Rebellen gegen die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Seit März 2015 fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf die Rebellen. Extremistengruppen wie Al-Kaida und der Islamische Staat (IS) machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht in dem Land auszuweiten.

(Apa/Ag.)

Aufgerufen am 20.11.2017 um 11:22 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/vier-islamisten-bei-us-drohnenangriffen-im-jemen-getoetet-66487

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