Weltpolitik

Vier mutmaßliche IS-Mitglieder in der Türkei festgenommen

In der Türkei sind vier mutmaßliche Mitglieder der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen worden, die einen großen Anschlag vorbereitet haben sollen. Die Polizei stellte bei einer Razzia in der südlichen Stadt Gaziantep 150 Kilogramm Sprengstoff und zwei Kalaschnikows sicher, meldete die Nachrichtenagentur Dogan am Donnerstag.

Auch sei weiteres Material zur Herstellung von Sprengstoffwesten und zur Fernzündung von Sprengsätzen gefunden worden. Laut Dogan hat die IS-Führung in Nordsyrien ihren Anhängern den Auftrag gegeben, einen "spektakulären" Anschlag in der Türkei zu verüben. Das nun gefundene Material war unter der Erde versteckt und wurde mittels Spürhunden ausfindig gemacht.

Am vergangenen Wochenende waren bei landesweiten Anti-IS-Razzien mehr als 750 Verdächtige festgenommen worden. Es war die bisher größte Polizeiaktion gegen die Extremistengruppe in der Türkei.

Westliche Staaten hatten der Türkei lange vorgeworfen, radikale Islamisten im Land gewähren zu lassen. Seit dem Sommer 2015 beteiligt sich Ankara aktiv am Kampf gegen die Jihadisten in Syrien. Zuletzt bekannte sie sich zu dem Anschlag auf den Istanbuler Nachtclub "Reina", bei dem in der Silvesternacht 39 Menschen erschossen worden waren.

Quelle: Apa/Ag.

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