Weltpolitik

Vier Tote in Bagdad nach Explosion in Waffenlager

Nach einer Explosion in einem Waffenlager im Osten Bagdads sind vier Zivilisten durch Raketen- und Granateneinschläge in der Umgebung getötet worden. Zwölf weitere Menschen seien am Freitag verletzt worden, berichteten Augenzeugen. Demzufolge wurden Wohngebiete, Märkte und Läden getroffen.

Ob es auch im Waffendepot selbst Tote gab, war zunächst unklar. Bilder zeigten dichte Rauchsäulen über der irakischen Hauptstadt. Ein Sprecher der Sicherheitsbehörden bestätigte den Vorfall, nannte aber keine weiteren Details.

Das Waffenlager gehört irakischen Medien zufolge einer einflussreichen Schiitenmiliz, die mit den Einheiten der Regierung verbunden ist und mit diesen zusammen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpft. Der Grund für die Explosion in dem Depot blieb zunächst unklar.

Bagdad war in den vergangenen Monaten Ziel einer Welle von Bombenattentaten des IS. Allerdings wurden die Anschläge meist von Selbstmordattentätern mit Sprengstoffgürteln oder in Autos verübt. Hunderte Zivilisten, vor allem Schiiten, wurden dabei getötet.

In der Nacht auf Freitag wurden nördlich von Bagdad bei einem Angriff der Jihadisten auf die Armee mindestens neun Soldaten getötet und 29 weitere verletzt. Die Situation war nach Militärangaben aber unter Kontrolle.

Die Terrormiliz IS steht im Irak massiv unter Druck und hatte zuletzt die bedeutende Stadt Falluja westlich Bagdads an die Regierungstruppen verloren. Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte wiederholt betont, die Extremisten, die noch immer große Teile im Norden und Westen des Landes kontrollieren, in diesem Jahr aus dem Irak vertreiben zu wollen.

Quelle: Apa/Dpa

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