Weltpolitik

Völkermord an Yeziden geht laut UNO immer noch weiter

Zwei Jahre nach den Massakern an den Yeziden im Nordirak sind laut UNO-Angaben Tausende verschleppte Angehörige dieser religiösen Minderheit in Syrien schwersten Verbrechen ausgesetzt. Dazu gehöre auch der Tatbestand des Völkermords, erklärte die vom UNO-Menschenrechtsrat berufene Untersuchungskommission für Syrien am Mittwoch in Genf.

In Syrien befänden sich noch mehr als 3.200 Frauen und Kinder in der Gewalt der IS-Terrormiliz. "Yezidische Frauen und Mädchen werden dort als Sex-Sklavinnen gehalten, während yezidische Buben indoktriniert und für Kampfeinsätze trainiert werden", heißt es in einer Erklärung der Kommission zum zweiten Jahrestag der ersten IS-Angriffe auf Yeziden in deren heimatlicher Sinjar-Region am 3. August 2014.

Tausende yezidische Männer und Buben würden bis heute vermisst. Die Kommission unter Leitung des brasilianischen Menschenrechtsexperten Paulo Pinheiro appellierte erneut an den UNO-Sicherheitsrat, den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag mit der Verfolgung von Kriegsverbrechen an den Yeziden zu beauftragen.

Quelle: Apa/Dpa

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