Weltpolitik

Waffenruhe im Jemen brüchig

Die Kriegsparteien im Jemen haben sich am Freitag gegenseitig Verstöße gegen die von den UN vermittelte Waffenruhe vorgeworfen. Die schiitischen Houthi-Rebellen hätten die drittgrößte Stadt des Landes, Tais, beschossen, meldeten Truppen der jemenitischen Regierung. Die Stadt liegt rund 275 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa und war zuletzt eine der am heftigsten umkämpften Städte des Landes.

Die von den Rebellen kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete demgegenüber von mehreren Luftangriffen durch die von Saudi-Arabien angeführte Koalition, die die international anerkannte Regierung um Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi unterstützt. Bei einem Luftschlag nahe der Hauptstadt sollen demnach drei Zivilisten getötet worden sein.

Donnerstagnacht hatte eine dreitägige Waffenruhe begonnen, um die Gewalt in dem bitterarmen Bürgerkriegsland zu verringern. Der UN-Sonderbeauftragte für den Jemen, Ismail Ould Sheikh Ahmed, äußerte sich optimistisch über die Entwicklungen. Trotz vereinzelter Verstöße seien die Kämpfe größtenteils zurückgegangen, hieß es in einer Erklärung.

Quelle: Apa/Dpa

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