Weltpolitik

Waffenruhe in der Ostukraine hält nicht

Der neue Anlauf für eine Waffenruhe in der Ostukraine hat nicht einmal einen Tag gehalten. Bereits am Montagabend hätten die Separatisten die Angriffe auf die Regierungsstellungen verstärkt, teilte Armeesprecher Alexander Motusjanik am Dienstag in Kiew mit. Einer der Schwerpunkte sei die Hafenstadt Mariupol gewesen. Zwei Soldaten wurden bei Kämpfen verletzt, weitere sieben durch einen Sprengsatz.

Pro-russischer Kämpfer in Donezk.  SN/APA (AFP)/ALEKSEY FILIPPOV
Pro-russischer Kämpfer in Donezk.

Die Luhansker Aufständischen warfen ihrerseits den Regierungseinheiten Verstöße gegen den Waffenstillstand vor. Ein Kämpfer wurde verletzt. In der Rebellenhochburg Donezk seien die Separatisten bereit, schwere Waffen von der Front abzuziehen, sagten Rebellensprecher. Ursprünglich sollten die Waffen bis Montag zurückgezogen werden. Das geschah aber nicht.

Dem seit 2014 andauernden bewaffneten Konflikt fielen nach UNO-Angaben etwa 10.000 Menschen zum Opfer. Ein mit internationaler Vermittlung vereinbarter Friedensplan harrt seiner Umsetzung. Die Außenminister Russlands und der Ukraine hatten sich am Wochenende in München hinter eine Vereinbarung gestellt, wonach die prorussischen Separatisten und Regierungstruppen ihre Kämpfe einstellen sollten.

Quelle: Apa/Dpa

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