Weltpolitik

Was wäre, wenn Lenins Zug nie abgefahren wäre?

Es war die folgenreichste Eisenbahnfahrt der Geschichte. Hätte es Lenin 1917 nicht nach Petrograd geschafft, wäre die Geschichte Russlands anders verlaufen.

Lenin wäre als Politiker wohl nie eine Berühmtheit geworden, hätten ihn die Deutschen nicht im Zug nach Russland geschleust. SN/ap
Lenin wäre als Politiker wohl nie eine Berühmtheit geworden, hätten ihn die Deutschen nicht im Zug nach Russland geschleust.

Zu den "Sternstunden der Menschheit" zählte der Schriftsteller Stefan Zweig jene ominöse Zugfahrt, die am Ostermontag des Jahres 1917 in Zürich begann und eine Woche später in Petrograd endete.

Eigentlich wäre es ein Zug wie jeder andere gewesen, wenn da nicht dieser Waggon mit den Russen gewesen wäre. Millionen Geschosse seien im Ersten Weltkrieg abgefeuert worden, schrieb Zweig rückblickend. "Aber kein Geschoß war weittragender und schicksalsentscheidender in der neueren Geschichte als dieser Zug, der, geladen mit den gefährlichsten, entschlossensten Revolutionären des Jahrhunderts, in dieser Stunde von der Schweizer Grenze über ganz Deutschland saust, um in Petersburg zu landen und dort die Ordnung der Zeit zu zersprengen."

Weiterlesen wenn Sie mehr wissen wollen

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 21.11.2018 um 06:53 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/was-waere-wenn-lenins-zug-nie-abgefahren-waere-17216047