Weltpolitik

Weniger illegale Grenzübertritte aus Mexiko in die USA

Die Zahl der illegalen Grenzübertritte aus Mexiko in die USA ist nach Angaben der US-Regierung stark zurückgegangen.

Wie Heimatschutzminister John Kelly am Mittwoch mitteilte, wurden im Februar nur noch knapp 18.800 illegale Einwanderer an der Grenze zu Mexiko aufgegriffen. Das sei ein Rückgang um 40 Prozent im Vergleich zum Jänner, als noch rund 31.500 Einwanderer registriert wurden.

Kelly führte diese "deutliche Veränderung" auf die verschärfte Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump zurück.

Nach der Umsetzung seiner Einwanderungsdekrete seien die Festnahmen und illegalen Grenzübertritte auf den niedrigsten Monatswert seit mindestens fünf Jahren gesunken.

Die Schlepper, sogenannte "Coyotes", verdoppelten zudem seit November ihre Preise in einigen Regionen auf etwa 8.000 Dollar (7.600 Euro), wie der Heimatschutzminister sagte.

Kelly ist mit der Umsetzung von Trumps Einwanderungspolitik betraut und will zur Abschreckung auch zu drastischen Mitteln greifen: Am Montag kündigte er an, Einwanderer-Eltern künftig von ihren Kindern trennen, um Migranten von nicht legalen Einreisen in die USA abzuhalten.

Kelly soll zudem den per Dekret angeordneten Bau einer Mauer entlang der 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko überwachen. Mit der Mauer will Trump die illegale Einwanderung bekämpfen. Die Kosten für die Mauer soll Mexiko tragen. Die mexikanischen Regierung lehnt das ab. Die Beziehungen beider Länder haben sich seit Trumps Amtsantritt deutlich verschlechtert.

Quelle: Apa/Dpa/Ce

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